Reiseliteratur Italiens
06.12.2020  -  Kategorie: News

Am 03.12. 2020 fand eine Probe-Vorlesung der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) eigens für Schülerinnen des Erzbischöflichen Maria-Ward-Gymnasiums statt. Bedingt durch die Corona-Pandemie musste das ursprünglich größer angelegte Projekt, das auch eine Stadtführung zu italienischen Einflüssen und die Besichtigung der LMU beinhalten sollte, auf die Vorlesung im Format einer digitalen Konferenz beschränkt werden. Das hat das Projekt in seiner Ergiebigkeit jedoch keineswegs eingeschränkt. Ganz im Gegenteil entfaltete sich nach der Vorlesung zur „Reiseliteratur Italiens“ eine angeregte Diskussion, an der außer den Schülerinnen unter der Leitung von StR i. K. Dominik Koch auch Studentinnen aus dem LMU-Kreis von PD Dr. Angela Oster (Institut für Italienische Philologie) teilnahmen. Die Schülerinnen konnten Fragen zu ihren aktuellen Projekten in Bezug auf die Vorlesung stellen. Und auch die Mitglieder der LMU profitierten davon, Genaueres über das W-Seminar „Das Italienbild der Deutschen“ zu erfahren. Wir konnten gemeinsam hören, erfahren und diskutieren, wie Goethe unbestritten zu den Größen der Italienliteratur zählt, aber zutreffend später humorvoll von Brinkmann oder Heine in Hinblick auf manche Einseitigkeiten seines Italienbildes kritisiert worden ist. Für das Rom des Barock oder der Renaissance oder auch der eigenen Gegenwart hatte der Antike-Spezialist Goethe kaum Augen. Die Schülerinnen beeindruckten ihrerseits Dozentin und Studierende mit Ideen zu Frauen und Gesellschaft in Italien, zum italienischen Film oder zur Essenskultur zwischen ‚Italy‘ und ‚Eataly‘. Die Veranstaltung hat buchstäblich ‚Geschmack auf mehr‘ gemacht: die LMU wird sich glücklich schätzen dürfen, die begabten Schülerinnen des Projekts womöglich unter ihre zukünftigen Studierenden zu zählen.

PD Dr. Angela Oster (Ludwig-Maximilians-Universität München)

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